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Pressespiegel

19. 01. 2011 Millionen-Anbau nur eine Etappe
12. 01. 2011 Kaum Interesse an Rückkehr zu G9
Januar 2011 Berlin schaut auf Satrup
Januar 2011 Nun auch räumlich eine "Gemeinschaft"
   

 

Neues Schulgesetz in Schleswig-Holstein

In zwei Wochen findet im Landtag in Kiel die zweite Lesung des neuen Schulgesetzes für Schleswig-Holstein statt. Danach können die Schulen im Land selber auswählen können, ob sie ihren Schülern das Abitur nach 12 oder 13 Jahren ermöglichen wollen. Momentan gibt es aber an den schleswig-holsteinischen Gymnasien nur ein geringes Interesse zum G9-System zurückzukehren. Rund 90 der 100 Gymnasien werden voraussichtlich beim G8-System bleiben. Bildungsminister Ekkehard Klug ist dennoch vom neuen Konzept überzeugt, es bietet seiner Meinung nach mehr Entscheidungsfreiheit für die Schulen.

 

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Millionen-Anbau nur eine Etappe

Flensburger Tageblatt|19. Januar 2011 | 06:25 Uhr | Von Peter Hamisch

Einweihung
Von den Architekten Lukas Böller und Uwe Schüler (v.l.) ging der gläserne Einweihungsschlüssel über Schulverbandsvorsteher Matz Matzen (3.v.r.) und seinen Vertreter Hermann Schümann (r.) an die Schulleiter Dr. Barbara Langlet-Ruck und Maik Schulte. Foto: Hamisch
Der Schulverband Mittelangeln ist stolz auf den Erweiterungsbau, der mit einer Feierstunde in kleinem Rahmen nun auch offiziell dem Bernstorff-Gymnasium und der Struensee-Gemeinschaftsschule übergeben wurde. Die Kosten betrugen 5,2 Millionen Euro, davon finanzierten die zwölf Gemeinden im Schulverband 3,5 Millionen. Für die künftigen Nutznießer dankten die Schulleiter Dr. Barbara Langlet-Ruck vom Gymnasium und Maik Schulte von der Struensee-Gemeinschaftsschule den Gemeinden für die Investitionen in die Bildung ihrer Schüler. Diese Investitionen könnten aber nur eine Etappe sein, meinte Schulte. Allein die Gemeinschafts-schule benötige in den kommenden Jahren acht zusätzliche Klassenräume.

Schulverbandsvorsteher Matz Matzen machte in seiner Festrede deutlich, dass an dieser Erweiterung kein Weg vorbei geführt habe. Die Schülerzahlen im Satruper Schulzentrum zeigten nach oben und die Einführung der Gemeinschaftsschule habe zur Konzentration aller Schüler ab dem fünften Schuljahr in Satrup geführt und damit die Erweiterung notwendig gemacht. Hinzu komme, dass der Ganztagsunterricht durch die Offene Ganztagsschule die Mittagsversorgung und somit den Bau einer Mensa erforderlich gemacht habe.

Bereits kurz nachdem die Gemeinden der Ämter Hürup und Satrup den Schulverband vor drei Jahren gegründet hatten, begann die Planung. Erste Zuschüsse standen bereit, da das Amt Satrup als vorheriger Schulträger bereits Fördermittel beantragt hatte. In den folgenden Monaten entwickelte sich unter Einbeziehung der Schulen das Konzept mit dem Bau einer Mensa, den Räumen für die Offene Ganztagsschule und 16 Klassen- und acht Fachräumen.

Die Umsetzung sei eine Erfolgsgeschichte, meinte Matz Matzen und dankte dem Architekten Lukas Böller für seine "konstruktive Arbeit". Auch die Amtsverwaltung Mittelangeln mit Ronald Legant, Dagmar Nicolai und Ingo Bork an der Spitze hätten Herausragendes geleistet bei der Umsetzung des Projektes.

Das Schönste sei für den Schulverband, dass der Neubau von den Schülern angenommen werde. Immer mehr Schüler würden das Angebot der Mensa wahrnehmen, die von den Kappelner Werkstätten betrieben werde und frisch vor Ort koche. Auch mit den neuen, mit modernster Technik ausgestatteten Klassenräumen, seien die Schüler zufrieden. Dass Lernen auch von der Umgebung abhängig ist, sei bei diesem Bau berücksichtigt worden. So gebe es Schallschutz-Wände, die verhinderten, dass unbeteiligte Klassen den Musikunterricht miterleben müssten und ein Lüftungssystem, das permanent frische Luft in den Klassen garantiere.

Ohne die Bereitschaft der zwölf Gemeinden im Schulverband, die finanzielle Last zu schultern, wäre der Bau nicht möglich geworden, meinte Matzen und dankte den Gemeinden.

Dass die Unterstützung der Schulen Tradition hat, machte der Amtsvorsteher des Amtes Mittelangeln, Harald Krabbenhöft, deutlich, indem er an die Anfänge vor 60 Jahren erinnerte. Das Satruper Gymnasium sei engagierten Menschen in der Region zu verdanken. Der erste Unterricht habe in Gaststätten und einem Barackenlager stattgefunden. Jedes Jahrzehnt sei dann von umfangreichen Bauarbeiten im Schulbereich geprägt gewesen. Krabbenhöft machte deutlich, dass man alles tun werde, um Satrup als attraktiven, ländlichen Bildungsstandort zu stärken und forderte von den Partnergemeinden im Schulverband, sich ihrer Verantwortung für die Kinder aus ihren Gemeinden bewusst zu sein. Er appellierte an sie, sich weiteren notwendigen Erweiterungen nicht zu verschließen.

Stefan Lenz vom "Verein St. Nicolaiheim - Kappelner Werkstätten" unterstrich das Miteinander, das durch die Mensa und den Betrieb durch die Kappelner Werkstätten möglich werde. Ziel sei es, Behinderten aus der Region im Schulzentrum einen Arbeitsplatz anzubieten. Schon jetzt zeige sich, dass es ein Miteinander zwischen den Schülern und Lehrern und den behinderten Mitarbeitern der Mensa gebe.

 

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